NERUD JOSEF KARL

1900 (Simbach/Inn) – 1982 (Simbach/Inn)

Donau-Wald-Gruppe

Er war zunächst Vertreter der Neuen Sachlichkeit.
Nach 1945 orientierte sich Nerud am Expressiven Realismus.
Mit letzterem hat er sich deutlich von der abstrakten Malerei abgegrenzt.
Seit den 50er Jahren wird seine Darstellung von auf das Zeichenhafte reduzierten Flä­chen härter und strenger. Sein Spätwerk (vor allem heimische Landschaften) ist geprägt von einem klaren, architektonischen Aufbau und dem Verzicht auf die Perspektive.

 

  

   1914 – 17

nach der Schulzeit Anwärter für den Zeichnungsdienst am  Vermessungsamt Simbach

   1917 – 18

 Besuch der Fachschule für Glasmalerei Zwiesel
 danach in München Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung für die
 Akademie der Bildenden Künste
   1921 – 27  Studium an der Akademie (Schwerpunkt: Tuschezeichnungen)
   1924

 Aufenthalt in Rom

   1929

 Heirat, wohnhaft in Simbach
 (während des Krieges und mit Unterbrechungen bis 1951
  Kunsterzieher an der Oberschule Simbach-Braunau)

   ab 1942  Freundschaft mit Otto Sammer
   1948  Mitglied der Donau-Wald-Gruppe
   1952  Illustrationen für Hemingways „Der alte Mann und das Meer“
 (Neue Zeitung München)
   1953  erster Aufenthalt auf Ibiza (Bedeutung der „Farbe weiß“)
   Nachkriegszeit  Freundschaft mit dem Architekten Franz Ruf
 (aktiv im Bereich „Kunst am Bau“: farbige Fassaden, Mosaike und
  Sgraffitos im bayerischen Raum) 
   1962  Kulturpreis Ostbayern                                                                zurück