KÖPPEL REINHOLD

1887 (Oschersleben bei Magdeburg) – 1950 (Waldhäuser)

Donau-Wald-Gruppe


 

Köppels charakteristische Handschrift besteht seit den 20er Jahren darin, dass er klar leuchtende Farben in markigen Flocken auf die Leinwand setzt.
Seinen Landschaften und Menschenbildnissen (Bauern, Holzknechte, Steinhauer, Glasbläser) fehlt das Idyllisch- Romantische.
Aus seinen Bildern (auch Tuschezeichnungen, Lithographien, Holzschnitte) spricht die harte Welt der Waldler in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

                                                                             Tuschezeichnung von Alfred Kubin

  

  Ausbildung

 Buch- und Kunsthändler (Dresden)

  1906

 auf einer Tour durch den Böhmerwald Begegnung mit Waldhäuser
 (Anhänger der Wandervogelbewegung)

  1907  Ansiedlung in Waldhäuser, im Jahr darauf Erwerb des alten Schulhauses
  um 1910  Veröffentlichung von traditionell-realistischen Bildern in der Zeitschrift
 „Jugend“  -  im Winter öfter in Paris

 Teilnahme am Ersten Weltkrieg als Kriegsmaler und Flieger
  (dreimal abgestürzt)

  ab 1919  wieder in Waldhäuser (gesundheitlich geschädigt)
  1920
 Hochzeit mit der vermögenden Hanne Möslinger
 (Förderung des Dorfes Waldhäuser: Kapelle, Elektrizität, Straßenbau, Jugendherberge);

 Gäste im Köppel-Haus u. a. Hans Carossa, Alfred Kubin,  Siegfried von Vegesack, Hans Watzlik

  1930  schwere Erkrankung, ärztliches Malverbot, zeitweise an den Rollstuhl gefesselt, verbringt den Winter oft in München
  1945  Neubeginn als Maler (trotz körperlicher Behinderung)
  1946  Initiator der Donau-Wald-Gruppe                                                      zurück