Die Hengersberger Kunst- und Museumsfreunde werden 20 Jahre

Die Marktgemeinde Hengersberg würdigte anlässlich des 20jährigen Jubiläums das Kulturhaus Spital mit der Kunstsammlung Ostbayern mit geladenen Gästen aus Politik, Kunst und Vereinsvorstandschaft des Fördervereins.

Nun luden die Kunst- und Museumsfreunde ihre Mitglieder zur Geburtstagsfeier ein; der Verein wurde unmittelbar nach der Sanierung des Hauses gegründet. Werner Bachmeier, damals Bürgermeister des Marktes brauchte den damaligen Kreisheimatpfleger Georg Loibl und Dr. Günter Zimmermann nicht lange bitten. Mit Begeisterung machten sie sich an die Gründung eines Förderverein mit dem Zweck den Kunstsinn in der Bevölkerung zu wecken und zu heben, das Kunstschaffen im ostbayerischen Raum zu fördern, sowie das Museum Spital in Hengersberg mit der Kunstsammlung Ostbayern ideell, materiell und publizistisch zu unterstützen. Dem engagierten Einsatz des 1. Vorsitzenden Dr. Günther Zimmermann ist es zu verdanken, dass der eingetragene Verein im Laufe der Jahre beachtlich anwuchs. Mittlerweile ist die Mitgliederzahl, nun unter dem Vorsitz von Angelika Kalleder, bei ca. 300 Mitgliedern konstant.

Sie begrüßte auch die Vereinsmitglieder, die der Einladung gerne und zahlreich gefolgt waren. In ihrer Rede dankte sie den Gründungsvätern für ihre Pionierarbeit und zog den metaphorischen Vergleich von Vereinsarbeit zu Generationsbäumen, wie sie in einem der weltweit bedeutendsten Zentren für Holzbildhauerei in Afrika gefertigt werden. Hier ruht ein Kreis von Personen auf den Schultern der vorhergehenden Generation. Die Fragilität des Systems tritt dann zu Tage, wenn der Zusammenhalt zwischen den Menschen reißt oder einzelne die Last nicht mehr tragen können oder sich der Verantwortung entziehen. So dankte sie all jenen die das Fundament schufen, denjenigen die es weiterbauten, hier hob Angalika Kalleder stellvertretend Norbert Ueberschär als „Fixstern“ hervor, und appellierte  an die Verantwortlichen in der Gemeinde das Projekt Spital auch in Zukunft zu unterstützen und die Vereinsmitglieder als Bindeglied zwischen den Generationen aktiv zu bleiben.

 „Wer sich in der Betrachtung der Menschen und ihrer Kunst übt erlangt emotionale Intelligenz und nur diese ist der künstlichen Intelligenz überlegen“, so Kalleder.

Dr. Günther Zimmermann ging in seiner Rede auf die Vereinsgeschichte ein und zog Bilanz über die vielfältigen Aktivitäten. Ebenso sprach er von kontroversen Diskussionen über die Ausrichtung der Sonderausstellungen. Man redete sich die Köpfe heiß ob eine Foto-Ausstellungen wie: „Hengersberg in alten Bildern“ oder „Sakrale Kunstgegenstände“ oder „Die Geschichte der Feuerwehr“ dem Anspruch des Hauses gerecht werden, oder ob es zu  „Heimattümelei“ führen könnte. Die Verantwortlichen haben sich für diese Ausstellungen entschieden und damit auch zum Überwinden von Schwellenangst beigetragen, das Spital zu einem lebendigen Begegnungsort gemacht, ohne dabei den Anspruch aus dem Auge zu verlieren.

Florian Jung, Kreisheimatpfleger und 2. Vorsitzender der Kunst- und Museumsfreunde, ging auf das Alleinstellungsmerkmal der Kunstsammlung Ostbayern ein, als einziges Haus in dem alle Künstler der Donauwaldgruppe und des Bayerwaldkreises repräsentiert sind. Kritisch stellte Jung die Frage ob Ostbayern eher kulturfern geprägt sei und zog den Schluss, dass dies auf keinen Fall so sei, was die überregionale Strahlkraft des Spitals beweise.

Souverän, humorvoll und intelligent begleitete die Gruppe FALK aus Hengersberg musikalisch den offiziellen Teil. Passend zum Anlass gab es auch ein Lied über das „Armenhaus“.

In der Pause lud der Verein zu Häppchen und Getränken ein. Nach der Pause gab es weitere Lieder des Quartetts zu hören, die mit Witz und Esprit von Bernhard Falk moderiert wurden.

Eine gelungene Feier die dem Anlass in jeder Beziehung gerecht wurde.